20 JAHRE EUTHANASIE-MAHNMAL - EINE ERINNERUNG

Das im „Bedenkjahr 1988“ vom „Arbeitskreis Psychiatrie e. V.“  initiierte Mahnmal für die Opfer der NS-Euthanasie wurde nach 3 ½ jähriger Diskussion und mühseliger Standortsuche vor 20 Jahren im November 1991 feierlich enthüllt.

Mit dieser Veranstaltung und aus gegebenem Anlass wollte sich der Veranstalter, die gemeinnützige Laube GmbH, einerseits mit den Widrigkeiten einer Erinnerungskultur befassen, andererseits aber auch an die Ermordung von psychisch-kranken und behinderten Menschen vor über siebzig Jahren erinnern. Bei der immer im Herbst stattfindenden Feier, wird an die über 400 SalzburgerInnen erinnert, die der „Aktion T4“ und der Kindereuthanasie während der Zeit des NS-Regimes zum Opfer fielen. Legitimation für die Mordaktion an psychisch Kranken und Behinderten war ein vor genau 72 Jahren im Oktober 1939 unterzeichneter und auf den 1. September, dem Datum des Kriegsbeginns, rückdatierter Führererlass. Damit ermächtigte Adolf Hitler namentlich bestimmte Ärzte, dass „nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken bei kritischer Beurteilung ihres Krankheitszustandes der Gnadentod gewährt werden kann“. „Ihr Leben wäre lebenswert gewesen!“

 

Aus diesem gegebenen und besonderen Anlass fand die diesjährige Mahnmalfeier am 9.November 2011 im Marmorsaal des Schloss Mirabell statt.

Mit Beiträgen und Ansprachen von Dr. Heinz Schaden  (Bürgermeister), Direktor Dr. Reinhold Fartacek (Christian Dopplerklinik), Direktor Dr. Erich Marx (Salzburg Museum), Otto Saxinger (Künstler) sowie des Initiators der Veranstaltung, Walter Reschreiter, (Bereichsleiter bei der Laube GmbH).

 

Musikalische Untermalung erhielt die diesjährige Mahnmal-Gedenkfeier durch Beiträge der SchülerInnen der 7. und 8. ART-Klasse des Ursulinengymnasiums unter der Leitung  von Frau Prof. Mag. Monika Herbst und Herrn Prof. Dr. Oliver Kraft.

 

Detailinformationen zum Thema „Aktion T4“ und Kindereuthanasie finden Sie unter www.lebensunwert.at